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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
Entstehung
Seite
356
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IX!I.

Ueber die Veränvcrulig der Sitten.

^s ist oft tin angenehmer und lehrreicher Anblick, zu se.Heu, wie sich gewisse Thorheiteu gegen alle Gesetze erhal-ten ; und oftmals auch Gesetze zu einer Zeit gegen Lastereisern, welche zur andern Zeit ungestraft hingehen. Nachdem Reichsabschiede von -gzi sollte allen denjenigen,so in der Armee spielen würden, die Hand abge-hauen werden. Diese Verordnung wurde im Reichsabschiede von 1486 dahin geschärft, daß den Spielernder Kopf abgeschlagen werden sollte. In derReichs-Fuß-Knechrsbestailung von i;?» lenkte manwieder dahin ein, daß niemand auf Credit spielen sollte,bep Verlust des Gewinnstes; und nachher har man es garunnöthig gefunden, dieserhalb Reichsgesetze zu machen. Indem Reichsabschiede von 1 577. wird den Weibsle u-ten das Springen verboteij. Und jetzt laßtman sie so viel springen wie sie wollen. ' Es ist fast keinReichs - Polizeygesetz, worin» nicht gegen dieSchalk s-narren geeifert wird. Ist es aber eine Folge desVerbots oder der veränderten Zeiten, daß die Narren ih-re Kappen abgelegt und dafür ehrbare Kleider angezogenhaben? Wie vielmal heißt es nicht in eben diesen Gesez-zen, als z. E. in den Neichsabschieden von >497, '49 8,,500, >5zo, ' 548, '577, daß die Herren, welchePfeiffer und Trommel er haften, solche bep an-dern, als ihren Unrerthauen, welche es leiden wollen,nicht zum Neujahr blasen schicken sollen? Dennoch abersehen wir deren oft viele aus benachbarten Ländern, wel-che ans dem platten Lande herumziehen, und den Unter-thanen das neue Jahr ungerufen verkündigen. Vermö-ge des Reichsabschiedes vom Jahr 1498. soll jegli-cher kurzer Rock oder Mantel in der Län-ge