Z54 Beschwerlichkciteu zur Aufnahme
Mittel leicht finden, die alten Einwohner mit den An-kömmlingen zu vereinigen; und alsdenn sind alle Schwie-rigkeiten schon gehoben. Haben so viele Eingebohrne nndbenachbarte Fremde bey uns gebanet, die nicht die gegen-wärtige Vortheiie genossen haben nnd dennoch gut beste-hen: warum sollten jene nicht fortkommen: Sie argu-inentiren aber überhaupt zu viel, denn es kommt hier nichtallein darauf an, Meocreyen anzulegen? Wir nehmenHandwerker nnd Professionisien ans, und wer nicht bauenwill, der setzet sich zur Heuer, und also haben wir eingroßes Feld mit Colonisten zu besetzen, vor uns.
Ein Eingebvruer der reiset, wird die Wissnühastenvieler Provinzen mit zu Haus bringen, und nichrs davoneinführen. Fremde, so sich irgendswo niedernassen, füh-ren ihre Gebräuche ein, und die Alten nehmen das gutedavon an: Der Buchweiizen, die Kartoffeln siuo uns vonFremden gebracht, wir haben sie nicht geholet, wenn manmich recht unterrichtet har. Alle glückliche Revolutionenin der Oekonomie sind durch Kriege, Emigrationen undTransplantationen entstanden. Wir haben keine großeRevolnnones uöthig, so roh ist unser Vaterland nicht;Fremde aber zwischen unsre Einwohner zu setzen, ist nochimmer von Nutzen: Es sind in Handwerken und im Acker-bau gewisse Behandlungen, und in denen dahin gehören-den Werkzeugen und Maschinen gewisse Vortheile, die nach-geahmt zu werden verdienen. Ich will nicht sagen, wasfür Vortheile in Ansehung der Sitten, der Religion undder Moralitat der Einwohner daraus entspringen. DerUmgang mit Fremden macht sanftmüthig und höflich, undbesieget die Vorurtheile, die jede Nation eigenlhümiichhat. Dies sind die Vortheile für die Provinz.
Es gehöret nicht hieher, den Vortheil für den Herreuoder für den Staat zu berechnen, der sonder Messe« süs-ser ist.
Als