sollten ein Handwerk lernen»
frey in sein Hans geliefert erhallen konnte. Was würdeauch sonst aus einem verschuldeten Staate werden,wenn die Aussagen in demselben alles rheurer, und esdem Einheimischen unmöglich machten, gegen den Frem-den zu gleichem Preise zu arbeiten? Unseun ehemaligenzärtlichen Lanbesvater Ernst August dem Andern, kamjedes Loch Silber, das auf dem Hügel hieselbst gegra-ben wurde, ans vier Gulden zu stehen; und er gewannseiner Großmull) nach mehr dabei), als wenn er es füreinen Gulden hatte aus Amsterdam kommen lassen.Denn was konnte er mehr gewinnen, als den Borchels,armen Unterchanen Brod zu geben?
Die Alten hatten zwey Wege, dem Eigensinn undder Uebercheilrung der Handwerker zu wehren. Dieseswar ein jahrlicher freyer Markt und die Freymeistere»).Das Große, das Ueberlegte, das Feine und das Nütz-liche, was in diesem ihren Plan steckt, verdient dieBewunderung aller Kenner, und beschämt alle Wen-dungen der Neuern. Durch tausend Freymeistcr, welchein Hainburg auf einer ihnen angewiesenen Freyheitwohnen, entgeht dem Staate kein Pfennig; und zunft-mäßige Handwerker werden durch sie in der Billigkeiterhalten. Allein hundert Krämer, welche mit Ehrenund Vorzügen dafür belohnet werden, daß sie fremdeFabriken zum Schaden der einheimischen Handwerkerempor bringen, alles Geld aus dem Lande schicken, undKinder und Thoren täglich in neue Versuchungen füh-ren, hätten unsreVorfahren nie geduldet. Ein Jahr-markt dünkte ihnen genug zu seyn, den Fremden auchetwas zuzuwenden, und sowohl die zünftige als fteyeMeisterschaft in Schranken zu halten.
Und was soll man von der geringen Art Krämersagen? Sollte es wohl der Mühe Werth seyn, ihnenJunstrecht zn vergönnen? Sie müssen, sagen sie, sechs
C ) Jahr