z6 Reicher Leute Kinder
Jahr diese Handlung mühsam lernen, und sich langequälen, ehe sie zu der nöthigen Wissenschaft gelangen.Allein diese Lehrjahre sind eigentlich bei) der Kaufmann-schaft und nicht bey der Kramerei) ursprünglich herge-bracht. Und was ist es nöthig, den jungen Burschendasjenige mühsam lernen zu lassen, was jede Krämc-rin, wenn sie einen Monat in der Bude gewesen, ins-gemein besser als der ausgelernte Eheherr weiß? Ichsage wohlbedächtlich insgemein, denn es giebt auchgroße Kramer, welche eben so viel Einsicht, Erfahrungund Handlnngswissenschast als der große Kaufmanngebrauchen. Dergleichen privilegirte Seelen rechne ichnie niit, wenn ich von dem großen Hansen spreche.Von jenem sage ich nur, daß er die öffentliche Aufmun-terung nicht verdiene, und daß die mit der Kramerei)bis dahin verknüpft gewesene falsche Ehre die Anzahlder Kramer in vielen Städten unendlich vermehr-'t,verschiedene Handwerker völlig verdrängt, andre blvszum pfuschen und alle übrigen um zwey Drittheile her-unter gebracht habe. Der schlechte Krämer sorgt nichtdafür, auch nur einen einheimischen Bürstenbinder em-por zu bringen, und läßt sogar die weiße Stärke,welche jede Hausmagd zu machen im Stande ist, undworauf gerade hundert von hundert zu gewinnen sind,ans Bremen komme», so groß ist seine Wissenschastund sein Patriotismus. Wie glücklich werden nnsieNachbaren die Preußen seyn, wenn die mit einer wei-sen Hinsicht auf die Verdienste solcher Krämer gemachteEinrichtungen die Wirkung haben, daß alle Handwer-ker sich wieder zu ihrem alten Flor erheben, und allesolche Krämer zu Grabe begleiten.
Der handelnde Handwerker in England besitztganz andre Eigenschaften. Er lernt erst das Hand-werk, und dann den Handel. Die Gesellen eines han-deln.