Netcher Leute Kinder
aber sollte die unterste Classe von allen fern, oder je.dem Bürger offen stehen, und folglich gar kein Gilderecht haben.
Denn was ist doch in aller Welt mancher Krämer'sEin Mann der Tag und Nacht darauf denkt, neue Mo-den, neue Kleidungsarten und neue Reiyuiigen für denGeschmack einzuführen; ein Mann der in der ganzenWelt herum lauscht, ob nicht irgendwo eine ärmereNation sey, welche ein Stück Arbeit um etliche Pfen-nige wohlfeiler macht; und dann seinen Mitbürger,der unter mehrern Lasten und bey thenrern Arbeitsprei-sen, die seinige nicht gleich eben so wohlfeil geben kann,ums Brod bringt; ein Mann der jedem Handwerke mitklugem Fleiße nachstellet, und sobald es einigen Fort-gang hat, sofort auf Mittel und Wege denkt, erwasahnliches oder etwas anders einzuführen, wodurch dieeinheimische Arbeit entbehret, gesiürzet, und der Vor-theil in seine Hände gebracht werden kann. —
Der allezeit fertige Einwurf, dessen sich Käufer undVerkäufer bedienen: Es wird auswärts wohl-feiler gemacht, sollte nicht leicht von einem jedennach seinem Vornrtheil gebraucht, sondern vom Poli-zeyamte beurtheilet werden. Die Holländischen Fabrik-stoffe sind alle wohlfeiler als die Französischen, unddiese oft glänzender und verführerischer als die Engli-schen. Allein Frankreich hält dafür, nnd jeder klugeMensch wird es dafürhalten, daß der Staat wenigerleide, wenn fünf Thalcr an einen Einheimischen alsdrei) an einen Fremden bezahlet werden. Die Aus-flucht, daß die holländischen Stoffe wohlfeiler seyn,berechtiget den französischen Unterchan nicht, diese ansHolland kommen zu lassen; nnd der Engländer mnßseine Butter mit 8, 12 bis >8 Mgr. das Pfund bezah-len, wenn er sie gleich aus Irland unter per Hälfte
frei)