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Reicher Leute Kinder sollten ein Handwertlernen»
^er Hauptfehler unster mchrsten deutschen Handwer-ker ist derZI-angel au Gelde. Das Söhnchen einer be-mittelten Mutter schämer sich die Hand au eine Zangeoder Feile zu legen. Ein Kaufmann muß er werden.Sollte er auch nur mit Schwefelhölzern handeln: soerhält er doch den Nanz über den Künstler, der denLauf einer Flotte nach seiner Uhr regiert; dem KönigeKronen, dem Helden Schwerster und dem edlen Land-mann Sensen giebt; über den Künstlet, der mit seinerNehuadel den Mann macht, und den Gelehrten durchseine Presse Bewunderung und Ewigfeit verschafft-Es hält schwer, sich aus diesem Zirkel zu heben:Wenn ein Handwerk einmal verachtet wird, sotreiben es nur arme und geringe Leute; und,was arme und geringe Leute treiben, das willselten Geschmack, Ansehen, Güte und Vortreff-lichkeit gewinnen.
Schrecklicher Zirkel, der uns an der Wiederaufnahmeder mehrsten deutschen Landstädte zweifeln läßt! In-dessen verdient die Wichtigkeit der Sache doch, daßmau einmal diesen Knoten auflose, und dasjenige Endeergreift, was Natur und Vernunft am ersten hervor-stoßen. Der Klügste muß überall den Anfang machen;der soll für dieftsmal der Reiche sepn, weil er es amersten sepn kann. Der Reiche soll also gemeine Vor-nrtheile mit Füßen treten, seine Kinder ein Handwerklernen lassen nnd ihnen seinen mächtigen Beutel geben,damit der böse Zirkel zerstöret werde.
Nichts