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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
Entstehung
Seite
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28 Schreiben einer Mutter über den Putz :c.

schrankung zufrieden wären: so würde ihre kleine Em-pfindlichkeit nicht in Betrachtung kommen. Wie großwürde die Freude der Maogen scyn, wenn sie sich nunin ihrem fünfzehnten Juhre zum erstenmal her aufmerk-samen Neugierde in einem seidnen Kleide zeigen dürf-ten ! Und würde nicht diese Oekonomie mit ihrem Ver-gnügen, ihnen bey ihrem Eintritt in die junge Welttaufend kleine Aierratheu in so viel reizende Neuigkei-ten verwandeln, wenn solche nicht in ihren dummenIahren bey ihnen schon veraltet waren! Wir erschö-pfen das Vergnügen ihrer bessern Jahre durch unsreunüberlegte Verschwendung. Eine Uhr war sonst fürein Madgcn so viel als ein Mann. Jetzt giebt mansie ihnen fast im Flügelkleide.

Ein englischer Lord schickt seinen Sohn bis inszwanzigste Jahr ins Collegium, wo er mit abgeschnit-tenen Haaren ungepudert und ungeschoren in einemschlechten Kleide bey Hammelfleisch und Erdäpfeln großgemacht wird. In Italien laßt man die Töchter inder Kindheit einen Ordenshabit tragen. Die Römer,wie mein Mann sagt, hatten aus einer gleichen Klug-heit eine besondere Kleidung für die Jugend; und eswar ein großes Fest, wenn der Sohn zum erstenmalein Kleid mit Rabatten anlegte. Könnten wir diesengroßen Exempeln nicht nachfolgen?

Ueberlegen Sie es doch einmal. Die Vereinigungdes Adels wegen der Trauer hat mich zu diesen Gedan-ken bewogen. Ich bin :c.

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