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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
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über den Piltz der Kinder.

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ftyerliche Gesellschaft schicken: sogleich mußten 18 El-len Blonden, 12 Ellen Band, 6 Ellen große-beautezu Manschetten :c. geholet werden. Da sollten schot-tische Ohrringe, italianische Blumen, englische Han-schen, Füchtel a la pernvienne und Schöupflasterchena la Condamine seyn. Der Friseur rief um ean dePourceangnac und »in Puder von St. Malo. DasMadgen schimpfte auf die Nadeln; die Porteurs aufdas lange Zandern, und der Laquais auf das unend-liche Laufen. Kurz, die ganze Haushaltung war iilAufruhr, und meine arme Tasche war dergestalt a lagrecque fristet, daß wir die ganze Woche Wassersuppenessen mußten.

Und gleichwohl waren die damaligen Ausgabennoch nichts in Vergleichnng derjenigen, welche ich aufihr besetztes Kleid, auf eine neue berlinische Schnür-brust, auf eine petite Saloppe und andre wesentlicheKleidungsstücke hatte wenden müssen.

Ach! wahrender Zeit mir eine ungesehene Thraneentwischte, hatte das Madgen die unschuldige Leichtig-keit mir Zu sagen: sie müßte nun auch bald eine gol-dene Uhr haben, weil ihre Gespielinnen bereits derglei-chen hatten.

O! dachte ich in meinem Sinn, mochte doch einLaudesgesetz vorhanden sepn, wodurch es allen Elternverboten würde, ihren Töchtern vor dem fünfzehntenJahre Silber oder Gold, Spitzen oder Blonden, Sei-den oder Agremens zu geben! oder möchten sich patrio-tische Eltern zu einem so heilsamen Vorsatze freywilligvereinigen! Mit welchem Vergnügen würde sodannmanche bekümmerte Mutter auf ihre zahlreichen Töch-ter herabschaueu! die Ungleichheit der Stande dürftehier den Gesetzgeber nicht aushalten. Kinder sind nochalle gleich, und wenn die Eitern mit einer solchen Ein-

schrän-