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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
Entstehung
Seite
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16 Gedanken über den Verfall

dieser keinen Vorzug vor ihm gewinnen. Bessere Preiseaber kann er geben, wenn er die Waare, als zumExempel das Linnen, welches der Bremer in Bezah-lung nach Spanien oder unter eines Spaniers Namennach den Indien geschickt, und aus den Landstädtengekauft hat, unmittelbar dahin versendet. Sollte Ham-burg und Bremen nicht wollen, so ist Harburg und Em-den offen; und bei)den fehlet nichts, als Rückfrachtin die Fremde.

Man denke nicht, daß der Neid zu stark dagegen ar-beiten wurde. Der deutsche Seestädter ist verlegener,als man glaubt. Er wünscht, und der Holländer wünschtes mit ihm, daß aus Deutschland jährlich zehen tau-send Schiffsladungen ohne seine Gefahr abgehen, undihm weiter nichts, als die Packhausheuer, die Besor-gnngsgebühr und die Schiffsfracht einbringen möchten.Er verlanget nicht für eigne Rechnung zu handeln, underkennet gern, daß Lübeck und Hamburg zur Zeit derHanse größer durch die Waarenlager von Deutschland,als durch eigenen Handel geworden. Zu diesem Preis-wird er seinen Lieblingshandel mit Französischen Wei-nen gern den Landstädten selbst überlassen; und nochetwas mehr, als Tonnenstäbe nach Frankreich zurückführen können. Es fehlt ihm oft an Rückfrachten,und er muß gleich den Schweden in Ermangelung eini-ger Waaren bep den Fremden ein Fuhrlohn verdienen.Allein der Landstadtcr muß die Entwürfe machen, undden Seestädter leiten. Er muß wissen, was für Waa-ren aus Cürasseau oder St. Eusiache am besten ver-schleifet; was in der Levante erfordert, und in Nordengebrauchet wird. Der Seestädter, so lange er blosseine Gebühren für die Besorgung ziehet, wird ihmkeinen Factor in Smirna halten, und nicht für denVerkauf der Waaren an den Orten der Abladung ein-stehen.