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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
Entstehung
Seite
15
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der Handlung in den Landstädten. 15

deln, wenn sie ein Packhaus in Lissabon, und den Na-men eines Spaniers oder Portugiesen mietheu? Ver-leihet ein Bürger in London seinen Namen einzig undallein an einen deutschen Seefiädter? Oder ist es un-möglich, an jedem Orte einen Freund zu finden, dergegen einigen Genuß des Vortheils, auf aller WeltBedürfnisse Acht giebt; nene Ausfichten eröfnet, undblos die Stelle eines getreuen Spediteurs vertritt?Und könnten unsere müßigen Residenten nicht in man-cher Abficht dem Staate dienen?

Man wird einwenden, daß man auf solche Art sei»Gut dem Meere und unbekannten Personen vertrauen,drey Jahre auf den Umschlag warten, aus dem Spa-nischen und Portugiesischen Indien Waare zurück neh-men , und für letztere einen großen Markt haben müsse.Eine Ladung Oel, Zitronen, Rosinen, Weine, Wolle,Domingo, Indigo und dergleichen Waaren, welcheSpanien zurück gebe, würde eine Landstadt nicht mitVorthcil verschlingen können, und letzteres sey derwahre Vorzug der Seestädte, wodurch sie sich der Hand-lung bisher allein bemeistert hätten. Allein Unsicher-heit ist die Seele des Handels; und je länger man aufsein Geld warten muß, je größer ist auch der Vortheil,weil Krämer und Schleicher, die ihrer wenigen Pfen-nige gleich wiederum bedürfen, sich nicht daran wagen,nnd den Handel verderben können. Blos die letzteSchwierigkeit würde erheblich seyn; wenn der Bremernnd Hamburger Bürger den Markt für sich allein, undAuswärtige nicht die Freyheit hätten, auf diesem Marktim Großen zu verkaufen. Ein Landstädter kann alleseine Spanische Rückfrachten dort ablegen, verkaufen,nnd an alle Ende der Welt gehen lassen. Er darf nurKunden auf dem Lande haben, und, wenn er den,rbessere Preise, als der Bremer geben kann, so wird

die-