der Handlung in den Landstädten. 13
Engländer ohne Zahlung nach Bremen, und wartetgern ein Jahr auf sein Geld. Wer kaust nicht seinenToback bey fünf oder sechs Fässern in Bremen, undlaßt sich nicht oft dasjenige, was Hey der Stürzungin England als schadhaft von dem Gewichte der Tonneabgezogen wird, für gute Waare verkaufen? Wer ach-tet auf die Schiffe, welche in England aus den Mary-landischen Colouien damit ankommen? Wer hat im vor-aus einige Nachricht, wie der Jahrwachs daselbst ge-ratheu ? Wer unterscheidet die guten Glaßgowischettund Liverpolischen Preise von den Londonfthen? Werweiß die Rechte eines jeden Hafens und den Einfluß,welchen solche ans eine Waare haben? Dies überlaßtman der Aufmerksamkeit des Hamburgers und Bremers;und dieser allein ziehet den Vorcheil ohne Arbeit. Beydem letzteren Verkauf der Ostindischen Compagnie inAmsterdam sähe man italianische und französische Ge-würzhändler; aber keinen einzigen deutschen in Person.Gleichwohl hatte man eine neue Art von Versteigerungdurch Uebergeboth cingcführet, welche die Gewürzemerklich thenrer, und die Ausrichtung durch die Mack-ler für die Zukunft weit bedenklicher machen wird.Alles, was man von deutscher Aufmerksamkeil dabeybemerkte, war dieses, daß der feine Caneel für Italien,der mittlere für Frankreich und die schlechteste Borkefür Deutschland erhandelt wurde.
Wie weit sind diese Grundsätze von den Grundsätzmder ehemaligen Hanse entfernet! Diese betrachtete dieSeestädte als bloße Niederlagen. Sie behauptete zumVortheile der Seestädte, daß jede Bundstadt nur ihreeigene Waarsn ausführen sollte, und zum Vortheileder Landstädte, daß jede Manufactur an dem Orte, wosie fiele, zur Vollkommenheit gebracht werde» müßte.Diesem großen Gesetze zufolge durste der Seestädter
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