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Erfindung der sogenannten Schnecke, wodurch die Gleich-förmigkeit in dem Gange der Feder gesichert ward; ebensodie Einführung des Perpendikels oder Penduls, durchden Hollander Christian Huyghens; und bald nachherdie Verwandlung der gewöhnlichen Federn in den Taschen-Uhren in wirkliche Spiralfedern nach jetziger Art.Spater (1680) schloß sich hieran durch den EnglanderElement die Hemmung mit dem englischen Hakenfür die großen Uhren, die Cy linder - Hemmung fürdie Taschen-Uhren durch Tompion und Graham, diefreie Hemmung durch Mudge und mehrere ähnlicheVerbesserungen durch die Engländer Harrison, Kandel undPrior, und durch die Franzosen le Roi, Berthoud, Breguet,de la Grange u. A.
Die Einrichtung der Zähne an dem Räderwerke wardmit Hülfe mehrerer berühmten Mathematiker, wie z. B.Euler und Kästner, verbessert; wofür späterhin auch diedeutschen Uhrmacher Uhlhorn, Meißner und Arz-berger sehr nützliche Regeln gaben.
Da nicht nur die Pendel-Uhren im Sommer lang-samer, und im Winter schneller als gewöhnlich gehen,sondern auch der Witterungs-Wechsel überhaupt auf alleUhrwerke einen nicht unbedeutenden Einfluß ausübt, soverfiel zuerst Graham darauf, statt der von Hitze undKälte zu leicht afficirten Stahl-Pendel lieber Pendelstangenaus ganz trockenem Holze anzuwenden, und ersetzte auchdiese später durch sogenannte Rostpendel oder Pendel-stangcn aus gemischtem Metall; während man den übrigennachteiligen Einfluß der Witterung auf den Gang derUhren durch Stellrädcr u. dergl. möglichst zu beseitigensuchte.
Gesch. d. Erfind. !. Bd. 32