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So ertheilt z. B. Eolumella den Rath, die Kuchensrecht hoch zu erbauen, damit das Feuer nicht die Deckeergreifen könne: eine solche Gefahr aber wäre durch dieExistenz von Schornsteinen von selbst beseitigt gewesen.
Auch würde der so umsichtige Vitruv gewiß nicht unter-lassen haben, in seinem umständlichen Werke über dieBaukunst rücksichklich der Anlage von Schornsteinen — "die oft sehr schwierig ist, und großen Einfluß auf die gc- ^sammle Einrichtung der Gebäude hat — besondere Be-lehrung zu ertheilen, wenn ihm dieser Gegenstand bekanntgewesen wäre. Er schweigt aber gänzlich davon; eben so,wie Julius Pollux, der doch in seinem Wörterbuchedie griechischen Namen aller Theile eines Wohnhauses sosorgfältig mitgetheilt hat. Auch der Jtaliäner Franz MariaGrapaldi, der in neueren Zeiten in seiner Schrift überdie einzelnen Theile der Wohnhäuser eine ahnliche Sammlung ^von römischen Benennungen lieferte, hat kein acht lateini- lsches Wort für den Ausdruck Rauchfang in Bereitschaft.
Grund genug, zu glauben, daß in den Häusern derAlten der Rauch gar sehr herum gezogen sey. Selbst dieHäuser solcher Familien, die nicht zu den ärmsten gehörten,werden als räucherige, schwarze Wohnungen geschildert;man nannte sie geradezu schwarze Hauser; eben so, wieman noch jetzt in Rußland die Stuben der gemeinen Leute,deren schlechte Oesen und als Licht dienende brennendeKienholzspähne ringsum eine düstere Färbung verbreiten,Schwarzstuben zu nennen pflegtH.
H Bergl. hierzu die Abhandlung von Beckmann über dieSchornsteine, in dessen Beiträgen zur Geschichte der Erfindungen,B. II. (Leipzig 1788. 8.) S. 4t>9 u. ff., wo auch die näheren