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Nur, wenn wir uns die Häuser der Alten so rauch-voll denken, wird es uns erklärbar, wie sie nicht alleineine Menze Eßwaaren, sondern auch allerlei zu großen undkleinen Geräthschaften bestimmtes Holz in ihren gewöhn-lichen Wohnungen durch Rauch auszudörren und zu Härtenvermochten. Dieß geschah namentlich mit dem zu Pflügen,Wagen, Schiffen und Rudern bestimmten Holze.
Columella erwähnt ausdrücklich, daß man die Rauch-kammern für Fleisch und Wein, eben so wie die Hühner-ställe, für welche man den Rauch sehr zuträglich hielt,neben dem Fcuerheerde, oder neben der Küche, wo es be-ständig Rauch gab, angelegt habe. Auch diese Notiz istein Beweis mehr für die Nicht-Existenz der Schornsteine.Denn hätte man letztere gekannt, so würde man, statt imParterre sich den so nölhigcn freien Platz neben der Küchedurch die Rauchkammern zu versperren, diese, wie jetztgeschieht, auf dem Dachboden angebracht haben, wo derRaum weniger Werth hat. Da aber die Alten sich aufdie künstliche Emporlcitung des Rauches durch die Schorn-steine nicht verstanden, so mußten sie freilich ihre Rauch-kammern im untern Hausraume etabliren.
Wie sehr man sich damals in hauswirthschaftlicherHinsicht dadurch genirt fühlte, daß man kein Mittel kannte,irgend ein Zimmer künstlich zu erwärmen, ohne demselbendie gefährliche Einwirkung von Rauch und Ruß zuzuziehen,ergiebc sich aus dem Rath des Eolumella, man solleBehältnisse für Dinge, die vor Rauch bewahrt bleibenmüßten, ja in gehöriger Entfernung vom Heerde anlegen,
Belege über die hierher gehörigen Stellen aus den betreffendengriechischen und römischen Schriftstellern sich finden.