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1 (1842) (1842)
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der, daß auch der kriegerische Sinn der allen Deutscheneiner solchen Erleichterung der Reilbeschwerden widerstrebte.Julius Casar erzählt selbst, seine romische Reiterei seyder, bei ihr üblichen Pferdedecken (eplüppia) wegen von denGermanen verachtet worden').

Aus dem letztern Umstände ergiebt sich von selbst, daßdie römische Reiterei ihrerseits schon damals Pferdedeckengeführt, und diese nicht erst, wie eine Angabe bei DioEassius (I.XIII, 14.) andeutet, unter Kaiser Nero be-kommen hat. Aber es waren immer nur Pferdedecken, undkeine wirklichen Reitsättel; denn diese wurden in ihrer jetzi-gen Gestalt, mit Sattelbaum, Knopf, Hintergestell undStegen, gewiß erst in der Mitte des vierten Jahrh. üblich.

Einen völlig sichern Beweis über die Existenz der Reit-sättel in jener Zeit gewährt uns erst eine Verordnung desKaisers Theodosius vom Jahre 385 n.Chr., nach welcherderjenige, der Postpfcrde nehmen wollte, keinen Sattel ha-ben sollte, der über sechzig Pfund wöge "). Es geht zu-gleich daraus hervor, daß nicht nur die Sättel anfangssehr schwerfällig waren, sondern daß auch jeder ixiit derReitpost Reisende selbst einen Sattel mit sich führen mußte.Wahrscheinlich hatten die Sättel ^ damals einen sehr hohenBaum, so daß sie einem Sitz mit Rückenlehne glichen;denn sie wurden seiluv oder seckiliu, Lehnsessel, genannt.Allerdings nahm deren Gebrauch bei der Verweichlichungdes vierten und fünften Jahrhunderts gar sehr zu; alleinsie wurden mehr wie ein Prachtgeräth der Eitelkeit behan-delt, als wie ein unentbehrliches Gebrauchsstück des Reiters,

^ I. Cäsar .1« kell» Calllao, IV, 2.

") c°.I. '4I.e»4. VI», 5. 47. Lo.I. .lu5t. XII, 51, 12. undLaüilie. I,VIl, 17.