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da Kaiser Leo I. sogar ihre Besetzung mit Perlen und Edel-steinen verbieten mußte *). Den gewöhnlichen Reitern wares natürlich mehr um einen bequemen Sitz zu thun, wes-halb sie nicht sowohl die Sättel selbst vorzierten, als zu denSatteldecken Pelzwerk nahmen; besonders Bärenfelle, Pan-therfellc u. dergl. (leAuiueula lursiitu).
Erst im siebenten und achten Jahrhundert wurden dieSättel allgemein üblich, und seitdem entstanden auch diehierauf bezüglichen Kunstausdrücket 3e1Iatoi-, der Sattler(französisch sellier); seilirre (als Hauptwort), die Werk-statt des Sattlers, und sell-rre oder iusellare (als Zeitwort),aufsatteln.
Da man im Orient, wie namentlich in Persien, in derjetzigen Türkei u. f. w., zeitig ein Vergnügen daran fand,die Reitpferde recht hoch aufzusatteln, und Steigbügel da-mals noch nicht gebräuchlich waren, so ließ man die Pferdedurch eigene Sattelknechte dazu abrichten, daß sie sich, wiejetzt die Kameele, auf die Knie niederlegen mußten, sobaldder Reiter aufsteigen wollte. Die Sattelknechte hießen des-halb strutores estuarum. Allmählig jedoch kam man vondieser mühsamen Ablichtung zurück, zumal, da später v!eSteigbügel erfunden wurden, wovon im nächsten Aufsatze
In dem tlock. ck»«t. XI, II. heißt es ausdrücklich: Essolle Niemand fernerhin die Zügel, Sättel und Schwerdtgürtel mitPerlen, Smaragden und Hyaeinthen besetzt tragen, obwohl dieAusschmückung mit andern Edelsteinen erlaubt seyn solle. DerLurus mußte also in dieser Beziehung schon sehr weit getriebenworden seyn, da der Kaiser es nicht einmal für gut hielt, ein un-bedingtes Verbot dagegen zu erlassen. Vergl. hierzu den Aufsatzüber die Ncitsättel in Beckmann's Beitr. zur Gesch. d. Erfin-dungen, Bd. III, S. 99.