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1 (1842) (1842)
Entstehung
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XXI

Der Gebrauch der Rcitsättel.

So sehr wir auch jetzt gewohnt sind, ein vollständiggesatteltes Pferd als nothwendiges Zubehör zu jedem Reiterzu betrachten, so wenig war doch das hohe Alterthum dieserAnsicht zugelhan. Denn in den ältesten Zeiten saß derReiter ohne alle Unterlage auf dem Pferde; so wie dießjetzt noch bei manchen wilden, kriegerischen Völkerschaftenin Afrika und Amerika der Fall ist. Allmählig fühlte manjedoch die Unbequemlichkeit des Sitzens auf dem Rückendürrer oder steifer Pferde so lebhaft, daß man ein Fell,einen Pelz, ein Stück Leder u. dergl. aufzulegen begann;und als sich erst die Eitelkeit der Bequemlichkeit beimischte,wurden die wollenen Decken oder Tücher, die man statt desLederS eingeführt hatte, mit allerlei Zierrathen versehen, undweit länger gemacht, als eben nöthig war. Indessen bliebdie Mehrzahl kunstgerechter Reiter immer der Meinung, essey weit männlicher, ohne solche Decken oder andere Unter-lagen (5truta, zu reiten; und man machte esnamentlich den Persern zum Vorwurf, daß sie mehr Deckenauf dem Pferde, als auf der Schlasstatt hätten, und mehrSorge trügen, weich zu sitzen, als kunstmäßig zu reiten.

Eben deshalb blieben dergleichen Unterlagen für mili-tairische Reiter lange Zeit verboten; und es ist kein Wun-