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Verschlußmittel dieser Art. Allerdings versuchte man dieRinde der Schwarzpappel und die Wurzeln des Süßholzesals Surrogat für die Korkrinde zu verwenden: allein keinanderes Hol; bewahrte sich so hierbei. Denn die Eigen-schaft des Korks, sich leicht zusammendrücken zu lassen unddoch durch seine eigene Elasticität sich wieder auszudehnen,so daß der Raum genau verstopft wird, in welchen manihn mit einiger Gewalt hineingezwängt hat, ist nirgendsweiter anzutreffen. Er laßt sich in allerlei Gestalten bilden,und bei seiner schwammigen Beschaffenheit verschließen sichdie vielen Zwischenräume, die er hat, so schnell, daß nichteinmal die feinsten Theile des Wassers oder Weins hindurch-dringen können*).
Andere Verwendungsarten des Kork sind: die Bereitungdes sogenannten spanischen Schwarz aus verkohlter Kork-rinde, und die Verfertigung architektonischer Modelle ausgleichem Material, worin man es neuerlich außerordentlichweit gebracht hat, wie die neuerlich von mehreren Künstlernverfertigten Modelle dieser Art augenscheinlich beweisen. Derweißlich-gelbe französische Kork ist zu solchem Gebrauch beiweitem dienlicher, als der mehr in's Bräunliche spielende,welchen Spanien liefert.
*) Wie groß die Consumtion der Korkstöpsel schon gegen EndebeS vorigen Jahrhunderts war, ergiebt sich aus der Thatsache, daßim Jahre 178t allein der Gesundbrunnen zu Niederselters 2,MS,WOKorkstöpsel verbrauchte, wovon das Tausend damals vier Guldenkostete. Sic wurden von einem Kaufmann aus Straßburgnach Selters geliefert, welcher den Ausschuß von der Brunncn-Di-rection zurücknahm und daraus für seine Rechnung in Selterö Apo-thekerstöpsel schneiden ließ. Vergl. Beckmann, Beitr. zur Gesch.Ä. Erst, Bd. V. S. 301.