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Dagegen ist die jetzt allgemein übliche Verwendung desKorks zum Verstöpseln der Flaschen erst in neuern Zeitenaufgekommen. Zwar erwähnen einige alte Schriftsteller auchden Nutzen des Korkholzes zum Verschließen von Fassernu. dergl.; allein sehr gebräuchlich war diese Verwendung da-mals noch nicht; vielmehr pflegte man in der Regel dieGefäße mir Flüssigkeiten zu verpichen, oder sie mit einemThon- oder Gypsmörtel zu überziehen, oder auch den obernTheil des Gefäßes mit Oel oder Honig anzufüllen, um dieschädliche Einwirkung der Luft abzuhalten *). Vielleichtwurde damals der Kork deshalb nur selten zu diesem Zweckgebraucht, weil man in alten Zeiten Flüssigkeiten meistensnur in großen Gesäßen mit weitem Halse ausbewahrte, diesich durch Kork nicht dicht genug verschließen ließen. Erstdie Einführung der Glasbouteillen machte den Gebrauchdes Korks zur Verstöpselung allgemeiner; und selbst imsechszehnten Jahrhunderte, wo die jetzt üblichen Glasflaschenzuerst aufkamen, verschloß man sie lange noch mit Stöpselnvon gewöhnlichem Holz, oder versah sie mit einem metall-nen Mundstück, wie dieß bei unfern Korb-und Reisefläsch-chen häusig noch jetzt der Fall ist. In den Apotheken wur-den die Korkstöpfel gar erst zu Ende des siebenzehnten Jahr-hunderts gewöhnlich. Bis dahin bediente man sich hierder viel theurern und unzuverlässigeren Wachsstöpsel. So-bald jedoch einmal die rechte Bahn zum Verbrauch derKorkstöpsel gebrochen war, nahm derselbe auch fortwährendzu, und erlangte bald die Alleinherrschaft über jedes andere
Vergl. Plinins a. a.O., Cato cle re rustie», csp.120.Horaz in den Oden, III, 8, 1t). Eolnmella <Ie re ru8tie»,XII, 12. und Virgil in dem Ged. v. Landban, l, 275.