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1 (1842) (1842)
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298
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Wundern muß man sich, daß Griechenland, derHauptsitz der alten Cultur, das dafür so wichtige, persischePost-Institut nicht nachahmte. Nur Schnellläufer kann-ten die Griechen.

Dagegen blieb den Römern die Nützlichkeit der Post-einrichtung keineswegs verborgen. Nachdem schon währendder bürgerlichen Kriege eine Art von Reitboten (eyuites<Il8positi) existirt hatten, gab Kaiser August der Sachedadurch eine weit bestimmtere Geltung, daß er neben derreitenden Post auch eine fahrende einrichtete. Die ersteMöglichkeit hierzu war durch Errichtung der schönen Heer-straßen gegeben, die zum Theil noch jetzt den Ruhm derrömischen Baukünstler verkünden. Die Römer hatten die-selben ursprünglich deshalb angelegt, damit sie nicht nurbei ausbrechendem Kriege mit ihren Heeren und Magazinenschneller vorwärts rücken könnten, sondern auch die Solda-ten in Friedenszeiten bei schwerer Arbeit unter Zucht undAufsicht erhalten würden. Nun aber benutzte Augustdiese schönen Wege auch dazu, sich die Ucbersicht über seingroßes Reich durch die Postverbindung zu erleichtern *).

Freilich aber waren auch diese römischen Posten gleichden persischen nur noch Posten zum ausschließlichenBedarf der Regierung. Dem gewöhnlichen Publicumdie Vortheile dieses Instituts zu eröffnen, trug der Des-potismus der alten Zeit noch lange hin Bedenken. Ja,selbst Beamte durften sich der römischen Staatsposten nurdann bedienen, wenn sie von den obersten Befehlshabernin der Provinz sich einen Postzettel (eine sogenannteüveetio) hatten geben lassen; und hierauf ward so streng

*) Sueton, vit» ^nxu8ti, cap. 49.