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können, erfand er eine bleierne Kappe, welche der Taucherüber den Kopf deckte. Diese Kappe hatte vorn ein Glas,faßte so viel Luft, als für ein paar Minuten genügte, und warmit einer dichten, biegsamen Rohre versehen, deren einesEnde in die große Glocke hineinging, während das andereEnde mit einem an der Kappe befindlichen Hahn schloß,bei dessen Oeffnung dem versendeten Taucher frische Luftaus der großen Glocke zuströmte; auch diente diese Röhre,welche der Taucher um den Arm winden konnte, demselbengleichzeitig zum Leitfaden, um sich wieder nach der Glockezurückfinden zu können *).
Einige Jahre später suchte der Schwede MartinTriewald, unter Benutzung der von Halley gemachtenpractischen Erfahrungen, der Taucherglocke noch mehr Voll-kommenheit zu verschassen. Er ließ eine solche aus Kupfermachen und sie inwendig verzinnen, gab ihr aber geringe-ren Umfang, um an den Kosten zu sparen. Die wichtigsteVeränderung aber betras die Stellung des Tauchers. Trie-wald ließ nämlich den untern Schemel so anbringen, daßder darauf stehende Taucher nur mit seinem Mpfe über dieOberfläche des Wassers in die Glocke hineinrage. Hierdurchward es für denselben möglich, die kühlere und zum Athem-holen geeignetere Luft unmittelbar über der Wasserflächeunverdorben einzuathmen, während er ehemals, wo er sichmit dem Kopfe oben in der Glocke befand, sich mit der
H In den Londner pbilasnpllieal l'r-nsaetions von 1717S. 210 nnd 1721 S. 156 befindet sich eine, aus Halley's eige-ner, gleichzeitiger Schrift über seine Erfindung (II»: art ol' liviiixunäer evuteo, tiickm. Halles, 1,oi»1. 1716. 4.) ertrahirteBeschreibung, welche nach dem Beispiele Beck mann's a. a. O.S. 542 — 546 auch hier zu Grunde gelegt ist.