Druckschrift 
1 (1842) (1842)
Entstehung
Seite
235
Einzelbild herunterladen
 

235

talle für den Verkehr nicht kannte, und namentlich nochkein Eisen besaß: während der glänzende, in die Augenfallende Schein dieser Metalle bald Anlaß geben mußte,sie gleichzeitig auch zu Putz und Ausschmückungen aller Artzu gebrauchen.

Wahrscheinlich wurden die Metalle auf die angeführteWeise nach und nach in mehreren metallrcichen Ländernentdeckt und benutzt; und sobald dieß einmal geschehen war,mußten sich auch Bedürfnisse genug finden, wodurch selbstrohere Völker zu absichtlicher Aufsuchung der Metalle ange-regt wurden. Vorzugsweise aber scheinen die Bewohnervon Vorder-Asien und von Aegypten — Gegenden, dieohnedieß am frühesten culrivirt wurden — zeitig die Me-talle ausgefunden, und in ihren Nutzen verwendet zu ha-ben. Sobald einmal der erste Schritt hierin gethan war,gewährte die Zunahme der hierdurch selbst wesentlich beför-derten Cultur Anlaß genug, auf weitere Entdeckungen indieser Rücksicht auszugehen, und dem Gebrauche der bereitsbekannten sowohl, als später erst aufgefundenen Melallar-ten größeren Umfang zu geben. Neu empfundene Bedürf-nisse und wohl auch günstig mitwirkende Zufälle leitetensodann auf die Entdeckung mehr versteckter Erze, besondersdes für den Culturgang der Menschheit so äusterst wichtiggewordenen Eisens, und die bereits in Wirksamkeit ge-setzten Künste boten allmählig Hülfsmittel genug dar, dieimmer bedeutsamer werdenden Metalle auch in gemischtenErzen wahrzunehmen und nutzbar zu machen.

Eine der wichtigsten Benutzungsarten war natürlich dieAnwendung der Metalle zu Münzen: doch wird es denLesern nach dem, was im vorhergehenden Aufsatze überGeld und Geldverkehr gesagt worden, von selbst ein-