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Daß man ihn zu dem letztern Zwecke in alten Zeitennicht so häufig verwendete, als dicß jetzt geschieht, erklartsich leicht. Da man nämlich lange vor Erfindung derKunst, die Glasmasse ganz rein und farblos darzustel-len, darauf verfiel, derselben eine willkührliche Farbezu geben, und das große Publicum an dem bunt ge-färbten Glase weit früher Behagen fand, als an demganz fleckenlosen Krystallglase, übrigens auch buntes Glasweit leichter und wohlfeiler geliefert werden konnte,als Krystallglas von vollendeter Reinheit! so wendete manfrüherhin weit mehr Fleiß auf die Fabrikation von buntemGlase, als auf die Producirung von Krystallglas.
Die wichtigeren Operationen, mit deren Hülfe man inden Glashütten die Glaspcoducte herstellt, waren, wie ausder zuletzt citirten Stelle des Plinius (XXXVI, 26.) her-vorgeht, schon in alten Zeilen bekannt; allein wahrschein-lich verstand man sie weniger schnell und sicher anzuwenden,als jetzt. Namentlich war man in der eigentlichen Glas-blaserei noch ziemlich zurück und formte deshalb die Glas-gefäße lange Zeit noch auf andere Art, namentlich durchDrehen auf einer Art von Töpferscheibe. Dadurch mußtensie aber sehr plump gerathen; man nannte daher auf dieseArt gefertigte Glasgesäße, die geringeren Preises waren undmeistens in die Hände des gemeinen Volkes kamen, vasnx!el)e)a. Nach allen Nachrichten, die wir von der Glas-fabrikation der Alten besitzen, ist überhaupt anzunehmen,daß das Glasschmelzen und Glasfärben, ja selbst das Glas-schneiden, weit früher vervollkommnet ward, als das Glas-blasen. Vielleicht scheueten sich die gewöhnlichen Arbeiter zusehr vor der außerordentlichen Mühe, die angewendet wer-den mußte, um nicht nur einen ganz reinen Glasfluß