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Wäre der Gebrauch der Feuerspritzen damals schon etwasHergebrachtes gewesen, so würde es gewiß in einer Stadt,wie Nicomcdia, nicht daran gefehlt haben. Indessen wirddie practische Verwendung dieser Maschinen an sich dochschon durch diese Erzählung bescheinigt; zumal, wenn wirdamit in Verbindung bringen, daß der gleichzeitig mitPlinius lebende ausgezeichnete Baumeister Apollodorus,welcher unter dem Kaiser Trajan die Erbauung der berühmtenDonaubrücke und die Ausführung einiger großen Bauwerkezu Rom so kunstverständig leitete, daß ihn Trajan's Nach-folger, Hadrian, aus Neid sogar soll haben umbringenlassen — in den noch auf unsere Zeit gekommenen Über-bleibseln seiner Schrift über die Kriegswerkzeuge davon spricht,wie man sich zu helfen suchen müsse, wenn der obere Theileines Gebäudes in Brand gerathen, und gleichwohl dieMaschine, die man slpiio nenne, nicht zur Hand sei. Mansolle nämlich in diesem Falle lederne, mit Wasser gefüllteSchläuche so an lange Röhren befestigen, daß es möglichwerde, durch nachheriges Zusammenpressen dieser Schlauchedas darin befindliche Wasser aus den Röhren nach derbrennenden Stelle hinauszutrciben *).
Von dem vierten, fünften Jahrhunderte an scheinen dieLipirones schon weit üblicher geworden zu seyn; wenigstenserklärt Hesychius in seinem Wörterbuche dieses griechischeWort ganz einfach als die Benennung einer Maschine zumEntgegenwcrfen des Wassers gegen Feuersbrünste; und derzu Anfang des siebenten Jahrhunderts lebende Isidoras
Diese Stelle aus den k>ol!nroel!ci» des Apollodorussieht in den zuvor anaeführten t>i>ei'!I>us veterum motliemaiiooruin.S. 32.