Druckschrift 
1 (1842) (1842)
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

51

Feuerspritze ist, sich wirklich beschäftigt; wenigstens gedenktsein Schüler, Hero von Alexandrien, ausdrücklich schondieses Gebrauchs der Maschine und lehrt die Einrichtungeiner sogenannten Stoßspritze mit zwei Stiefeln *). Dochscheint deren Verwendung keineswegs so bald allgemeingeworden zu sein.

Erst bei Plinius dem Jüngern findet sich eine Stelle,die bestimmt der wünschenswerthen practischen Hülftleistungvon Feuerspritzen bei einer Feuersbrunst gedenkt. Er meldetnämlich in einem seiner Briefe dem Kaiser Trajan: DieStadt Nicomedia in Bithynien (jetzt Jsmid in derasiatisch-türkischen Provinz Natolien) sei vor Kurzem größten-theils abgebrannt, und zwar sei das Unglück dadurch sobedeutend geworden, weil nicht nur während des Brandesein starker Sturm geherrscht habe, sondern auch die Träg-heit der Einwohner beim Löschen durch den Mangel anLöschungsgeräthen noch empfindlicher geworden sei. Dennes sei weder eine Feuerspritze (»ixbo), noch ein Wassereimer(Imma), noch sonst ein passendes Hülfsgeräth dieser Artvorhanden gewesen. Jetzt aber habe er, Plinius, kraftseines obrigkeitlichen AmleS als Präfect, die Anfertigungdieser Geräthe befohlen ").

*) Es geschieht dieß in seinem Werke über den Luftdruck(pn-um-tic»), welches in griechischer Urschrist und lateinischer(Übersetzung in den Opei-ilius veterui» malleematieorum, ParisiisIK9Z, sol. mitgetheilt ist; und zwar steht die betreffende Stelle das.S. 180. Vergl. auch die Dissert. von I. A. Schmidt (xraes-It. lllr. IVagaer) Ueronis XIe»ailliriiü rit», scripta et gluae«kam inrent», Heimst. 1714. 4.

Vergl, die Briefe des Plinius, X, 42.