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Sonach dürfte denn auch eine kurze Geschichte der Ein-führung der Feuerspritzen für denkende Leser von demwesentlichsten Interesse scyn.
Daß man sehr zeitig angefangen habe, sogenannte Druck-und Pumpwerke zur Hebung des Wassers anzuwenden, istnach den, in dieser Beziehung von Vitruv in seinem Werkeüber die Baukunst mitgetheilten Nachrichten von den Lei-stungen des Hydraulikers Ctesibius durchaus nicht zubezweifeln *). Indessen mußte eine solche Maschine, ummit gutem Erfolg zur Löschung von Feuersbrünstcn ange-wendet werden zu können, doch eine eigenthümliche Ein-richtung erhalten. Denn es kam darauf an, daß das Was-ser aus der obersten Mündung der Maschine so schnell,hoch und kraftvoll als möglich herausgetrieben werde, damites hinlängliche Stärke für den Effect des Löschens habe,während es bei einer bloS beabsichtigten Hebung des Was-sers völlig genügte, wenn es sich aus der »bersten Mün-dung in Menge in das Behältniß ergoß, welches ihm zumFortleiter an seinen Bestimmungsort diente. Es galt also,eine Geschwindigkeit und Unablässigkeit der Herauswerfungzu bewirken, die bei der blosen Hebungsmaschine schon darumnicht Platz fand, weil man da die für diesen Erfolg nöthigeKraft weit vortheilhaftcr zum Herausheben einer größerenMenge Wassers benutzen konnte.
Vielleicht hat schon Ctesibius selbst mit der Con-struirung eines Wasserdruckwerks von der Art, wie eine
H Vitruv erzählt (X, 12 u. IX, 9), der ungefähr zweihun-dert Jahre vor Chr. Geb. zu Alerandricn in Aegypten lebende Me-chaniker Ctesibius habe dergleichen Druck- und Pumpwerke zuerstin Anwendung gebracht, und diese Maschinen seien deshalb auchAnfangs inaebinse Ltezibieae genannt worden.