III
Die Einführung der Feuerspritzen.
Je mehr namentlich in den größern Städten mit derZunahme der Bevölkerung und dem hierdurch hervorgeru-fenen Aneinanderdrangen der Wohnungslocalc auch die Feuer-gesährlichkeil der gewöhnlichen Koch - und Heizungsanstaltensich steigern mußte, desto stärkere Aufforderung erhielt diemenschliche Erftndsamkeit, aus hinreichende Mittel zu denken,um Feuersbrünste, die trotz aller Sorgsamkeit sich nichtimmer verhüten ließen, wenigstens im ersten Keime zu er-sticken, und also für zweckdienliche Löschanstaltenjeder Art zu sorgen.
Es sind in neuern Zeiten eine große Menge höchst ver-schiedenartiger Mittel für diesen Zweck in Vorschlag gekom-men, und mitunter hat man sich darin gefallen, sehr sonder-bare Löschungsstosse, wie j. B. Misljauche und dergl. alsPanaceen anzurathen. Indessen ist doch der alte, hausbackeneErfayrungssatz: Feuer löscht man durch Wasser, da-durch keineswegs außer EourS gesetzt worden; vielmehr ha-ben jene sonderbaren Vorschläge recht eigentlich dazu beige-tragen, den alten Glauben an die Nachhaltigkeit des natür-lichsten Angriffsmittels gegen jede Fcuersglurh nur noch stärkerzu befestigen.
Gesch. d. Ersind. I. Bd. 4