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n. Chr. starb, allerdings schon des Bieberhaar's, übriimm,als eines Materials gedacht, welches man zu Tuch verar-beitete (XIX, 22 u. 27).
Rauchwerk zu färben, verstand man schon im zwölf-ten Jahrhundert; denn roth gefärbte Schaffelle (pellesrudrientae arielnm) und roth gefärbte Hermeline (UerminseuAoles) aus dieser Zeit, werden ausdrücklich erwähnt *).
Von Italien aus verbreitete sich die Pelzkleider-Modeallmälig über alle Theile von Europa: namentlich in derWeife, daß man seidene und sammtene Staatskleider mittheuerem Pelzwerke verbrämte. Man sah diese Zierde be-sonders an den Waffenröckcn der Ritter (eoltes ä'urines),welche sie über den Harnisch zogen, wenn sie mir ungewöhnli-cher Pracht erscheinen wollten; und da auch die Herolde sichals fürstliche Botschafter in solche Wafsenröcke kleideten,während ihnen zugleich das fürstliche Wappen vorangerra-gen wurde, so erklärt sich hieraus sehr leicht, warum wirdie ältesten fürstlichen Wappen so oft mit Hermelinen undandern kostbaren Pelzarten geschmückt sehen: zumal, wennman hiermit noch in Verbindung dringt, daß gerade auchdie regierenden Fürsten selbst die eben so einfach-edle, alskostbare Pelzverbrämung vorzugsweise gern für ihre Feier-kleider adoptirten.
Kaiser Karl der Große liebte zwar für seine Person dieKleiderpracht nicht, und trug häufig nur einen Rock vonOtterfellen, oder gar einen Schafpelz: allein seine Hofleuteschmückten sich viel mit feinem, orientalischem Rauchwerk,und wurden deshalb sogar von ihm einmal verspottet, weilder Regen ihre feinen Verbrämungen verdorben, seinen ein-
*) Vergl, Beckmann a. a. O. S. 63.