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(pelles caltinae) waren den Pelzhändlern ebenfalls sehrzeitig bekannt; und in Frankreich legte man namentlichauf die spanischen und italiänifchen Katzenfelle einen beson-dern Werth. Eben so wurden die, jetzt in so hohen Prei-sen stehenden schwarzen Fuchspelze bereits im eilften, zwölf-ten und dreizehnten Jahrhundert als Handelsartikel ausdem Norden nach dem Süden versendet*).
Noch früher finden wir die Eastorkleider, und also dieBieberselle erwähnt. Der Dichter Claudian aus demvierten Jahrhundert, der ziemlich gleichzeitige KirchenvaterAmbrosius, und der Dichter Sidonius Apollinaris ausdem fünften Jahrhundert gedenken der dirru casioren ganzausdrücklich Wahrscheinlich ist eS einigermaßen, daßdiese Eastorkleider nicht wirkliche Pelzkleider waren, sonderndaß man es damals schon verstand, das Bieberhaar zu ver-spinnen und zu verweben; allein mit Gewißheit läßt sichdieß aus den eigenen Worten Claudian's noch keines-wegs schließen. Denn wenn dieser auch im zweiundneunzigstenEpigramm von einem abgetragenen Castorkleide spricht,so kann man dabei doch recht wohl noch an einen wirkli-chen Eastorpelz denken, der sich doch mit der Zeit ebenfallsabträgt. Plinius wenigstens wußte offenbar noch nichtsvon dem Verspinnen des Bieberhaares, obschon man zuseiner Zeit die Verarbeitung des Haasenhaares versuchte:denn er würde sonst gewiß bei der wiederholten Erwähnungder z»eIÜ5 kdrina (XVII, 28 u. XXX, 9 u. 19) dieserVerwendung gedacht haben. Dagegen wird in den drißi-nibns des Jsidorus Hispalensis, der im Jahr 636
*) Vergl. Beckmann a. a. O. S. 69 u. 53.Die Belege giebt Beckmann a. a. O. S. 60 f.