Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
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Die Deputation des Stadtraths und der Stadtverordneten Berlinsempfing der König am 8. Juni sehr gnädig und schloß seine Worte also:Ich sehe Sie unvorbereitet und diese Worte kommen aus meinem Her-fen, und so wird es immer unter uns sein! Ich bin Ihr wahrer undwärmster Freund."

Als er am 14. Juni dem Gottesdienst in der Garnisonkirche zu Pots-dam beiwohnte, zu welchem das ganze nicht-militairische Publikum intiefer Trauer erschienen war, übermannte den König bei seinem Eintrittin den von seinem verstorbenen Vater bisher eingenommenen Sitz, einesichtliche tiefe Rührung, die sich auch den Anwesenden mittheilte.

Erst am 19. Juni sprach der König also zu seinem Volke:Der Heldenkönig aus unserer großen Zeit ist geschieden zu seinerRuhe an der Seite der Hcißbeweinten und Unvergeßlichen eingegan-gen. Ich bitte Gott, den Lenker der Herzen, daß er die Liebe desVolks, die Friedrich den Dritten in den Tagen der Gefahr getragen,ihm sein Alter erheitert und die Bitterkeit des Todes versüßt hat, aufmich, seinen Sohn und Nachfolger übergehen lasse, der ich mit Gottentschlossen bin in den Wegen des Vaters zu wandeln. Mein Volkbete mit mir um Erhaltung des segensreichen Friedens, des theurenKleinods, das er uns im Schweiße seines Angesichts errungen undmit treuen Vaterhändcn gepflegt hat: das weiß ich sollte dicßKleinod je gefährdet werden, was Gott verhüte so erhebt sich meinVolk wie ein Mann auf meinen Ruf, wie sein Volk sich auf seinenRuf erhob. Solch ein Volk ist es Werth und fähig, königlicheWorte zu vernehmen, wie die, welche hier folgen und wird einsehen, daßich den Anfang meines Regiments durch keinen schöneren Akt, als dieVeröffentlichung derselben, bezeichnen kann."