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1 (1843)
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auch keine einzige Gesinnung, die nicht edel, löblich und ungekünsteltwäre. Auch gegen und über Menschen ist er gerecht; gleichviel ob ersie auch persönlich nicht liebe; und selbst ob jemand wegen Liberalismusverrufen ist, giebt ihm kein Vorurtheil."

Wo sich der Kronprinz in officieller Thätigkeit zeigen konnte, wie alsMilitairgouverneur und Statthalter von Pommern, kam ihm die ungc-künstelte Liebe seiner Untergebenen entgegen. Sein königlicher Vaterwies ihm frühzeitig eine solche Stellung an, daß er seinem künftigenBerufe als Herrscher entgegen reifen möchte, und er wohnte zu dem Be-huf auch den Sitzungen des Staatsrathsund des Staatsministeriums bei.

Am 29. November 1323 vermählte er sich mit Elisabeth Ludovika,der Schwester Königs Ludwig von Baiern, geboren am 13. No-vember I3V1.

ES erinnert diese Ehe an die musterhafte Eintracht, welche zwischenFriedrich Wilhelm m. und Luise geherrscht und die am Ende des vori-gen Jahrhunderts bestimmt war, den sittlich zerrissenen Zustand derpreußischen Hauptstadt durch ihr erhabenes Vorbild wieder zu kräftigen.

Unser König ist ein Sohn seiner Zeit, wie keiner mehr, stets anre-gend und angeregt wie sie, vom Reize der That unaufhörlich gestachelt,nach allen Seiten hin wirkungslustig und vermöge einer großen, weit-fassenden, modernen Bildung auch wirkungsfähig; voll von dem Be-wußtsein einer gewichtigen Persönlichkeit. König Friedrich Wilhelmwird, eben weil er ein so ganzer und so mächtiger Sohn seiner Zeitist, auch der Vater einer neuen werden. Daher die allgemeine, die oftenthusiastische Theilnahme fast aller Zeitgenossen an ihm, daher dieSpannung, womit das Jahrhundert jedem neuen Schritte dieses Mo-narchen folgt, über das Meer, in die geheimnißvollschweigenden Palästeder russischen Kaiserstadt, in die Stämme und Städte seines eigenenVolkes.