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wird nicht unzweckmäßig seyn, am ersten Arbeitstage der ersten Wochedieses neuen Lebensjahres mit einem Ueberblick dessen anzufangen, wasim Ganzen meiner Bildung bezweckt und ausgeführt worden, zu vcr-gleichen, wie es vor acht Jahren mit meinem Wissen stand, und wiees jetzt damit steht und auf diese Weise über meine Kenntnisse undmeinen Fleiß unparteiische Rechenschaft abzulegen." Er erzählt weiter-hin mit freudigem Gefühl, daß er das Englische im Junius 1307 zuMemel angefangen und es heimlich vier Monate getrieben, um seineMutter an seinem Geburtstage mit dem ersten englischen Brief zu über-raschen; noch wisse sie nicht, daß er in den letzten beiden Monaten eben-so das Lateinische „voll Ahnung des Genusses, welchen die Meister-werke aus der Blüthezcit der römischen Literatur verheißen" getriebenhabe. „Viele meines Alters — heißt es weiterhin — werden viel-leicht mehr wissen als ich, und auf vielerlei Fragen Antwort gebenkönnen; aber wie viel oder wie wenig ich wissen mag, so bin ich dochmir bewußt, auf welche Weise das Einzelne zusammenhängt, und wodas Mannigfaltige der Kenntnisse, so wie die Uebungen des Verstandesdes Gedächtnisses und des Willens seinen Einheitspunkt findet, unddie Einheit sagt man mir, ist die wahre Gründlichkeit. Soll ich dahermein Wissen in dieser Einheit kürzlich darstellen, so würde ich eSallenfalls so fassen können. Aller Verkehr zwischen Lehrenden und Ler-nenden ist nur möglich durch das Denken. Der Kraft zu denken bin ichauch mir bewußt. .„Ich denke, wenn ich von den Umgebungenmich abgesondert fühle, und an den Erscheinungen um mich her ihrenZusammenhang sowohl unter einander als mit mir selbst aufsuche, wosich dann jederzeit ergibt, daß in mir selber oder in meinem Gemüthder Mittelpunkt zu finden ist, worin alle die Eindrücke sich vereinigen,welche ich von der Außenwelt durch die verschiedenen Sinne bekomme.So bringt der Denker Einheit in das Mannigfaltige." —