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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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Bci dieser Gelegenheit kamen die ergötzlichsten Phi-listcrmeinungcn zum Vorschein. Da war ein schwind-süchtig dünner Schneider, welcher behauptete, derrothc Stein sei nicht hart genug, um dem nordi-schen Klima lange zu widerstehen, und das Schncc-wasser werde ihn bald zerbröckeln und der Windihn niederstürzen. Der Kerl hieß Petit Jean undmachte sehr schlechte Röcke, wovon kein Fetzen aufdie Nachwelt kommen wird, und er selbst liegt schonverscharrt auf dem Psre la Chaise. Der rothcStein aber steht noch immer fest auf der PlaceLouis XVI., und wird noch Jahrhunderte dortstehen bleiben, trotzend allem Schnccwasscr, Windund Schncidcrgcschwätz!

Das Spaßhafteste bci der Aufrichtung desObelisken war folgendes Ereignis:

Auf der Stelle, wo der große Stein gelegen,che mau ihn aufrichtete, fand man einige kleineSkorpionen, wahrscheinlich entsprungen aus etwel-che» Skorpioncncicrn, die in der Emballage desObelisken aus Ägypten mitgebracht und hier zuParis von der Sonnenhitze ausgebrütet wurden.Über diese Skorpionen erhüben nun die Badandsein wahres Zetergeschrei, und sie verfluchten dengroßen Stein, dem Frankreich jetzt die giftigenSkorpionen verdanke, eine neue Landplage, woran