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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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sein geheimer Sekretär zu werden und ihn vonMorgen bis Abend anzusehen, ohne zu lachen."

Ich möchte herzlich gern auch die erwähntenzwei Artikel des „Rcformatcur" hier mittheilcn,aber drei Schwierigkeiten halten mich davon ab;erstens würden diese Artikel zu viel Raum einneh-men, zweitens, da sie auf Französisch geschrieben,mnsstc ich sie selber übersetzen, und drittens, ob-gleich ich schon in zehn Ladinots äo Isotnrs nach-gefragt, habe ich nirgends mehr ein Exemplar desbereits eingegangenen „Rcformatcnr" auftreiben kön-nen. Doch der Inhalt dieser Artikel ist mir nochhinlänglich bekannt. Sie enthielten die malitiöscstcnInsinuationen über Abtrünnigkcit und Inkonsequenz,allerlei Anschuldigung von Sinnlichkeit, auch wirddarin der Katholicismus gegen mich in Schutz ge-nommen u. s. w. — Von Verthcidigung dagegenkann hier nicht die Rede sein; diese Schrift, welcheweder eine Apologie, noch eine Kritik des Verstor-benen sein soll, bezweckt auch keine Justifikation desÜberlebenden. Genug, ich bin mir der Redlichkeitmeines Willens und meiner Absichten bcwusst, undwerfe ich einen Blick auf meine Vergangenheit, soregt sich in mir ein fast freudiger Stolz über diegute Strecke Weges, die ich bereits zurückgelegt.