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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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einem Tage niedermetzeln. Aber sähe er aus derRocktasche des feuerspeienden Mirabcau auf deutscheStudcntcnart eine TabackSpfcifc mit roth-schwarz-goldner Quaste hervorragen — dann pfui, Frei-heit! Und er ginge hin und machte schöne Verseauf Marie Antoincttcus schöne Augen. Wenn er inseinem Buche die heilige Würde des Absolutismuspreist, so geschah es, außer dass es eine Rcdcübungwar, die sich an dem Tollsten versuchte, uichtdarum, weil er politisch reinen Herzens ist, wie ersagt; sondern er that es, weil er athemrcincnMundes bleiben möchte, und er wohl an jenemTage, als er Das schrieb, einen deutschen Libera-len Sauerkraut mit Bratwurst essen gesehen.

„Wie kann mau je Dem glauben, der selbstNichts glaubt? Heine schämt sich so sehr, Etwaszu glauben, dass er Gott den „Herrn" mit lauterInitialbuchstaben drucken lässt, um anzuzeigen, dasscS ein Kunstausdruck sei, den er nicht zu verant-worten habe. Den verzärtelten Heine, bei seinersybaritischcn Natur, kann das Fallen eines Roscn-blattes im Schlafe stören; wie sollte er behaglichauf der Freiheit ruhen, die so knorrig ist? Er bleibefern von ihr. Wen jede Unebenheit ermüdet, wenjeder Widerspruch verwirrt macht, Der gehe nicht,denke nicht, lege sich in sein Bett und schließe die