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und mit ihnen liebäugelt und flüstert — so darfuns Das, unbeschadet unserer Philosophie undMenschlichkeit, wohl ärgerlich machen.
„Heine ist ein Künstler, ein Dichter, und zurallgemeinsten Anerkennung fehlt ihm nur noch seineeigne. Weil er oft noch etwas Anders sein will,als ein Dichter, verliert er sich oft. Wem, wie ihm,die Form das Höchste ist, Dem mnss sie auch dasEinzige bleiben; denn sobald er den Rand über-steigt, fließt er ins Schrankenlose hinab, und estrinkt ihn der Sand. Wer die Kunst als seine Gott-heit verehrt und je nach Laune auch manches Ge-bet an die Natur richtet, Der frevelt gegen Kunstund Natur zugleich. Heine bettelt der Natur ihrenNektar und Blüthenstaub ab, und bauet mit bil-dendem Wachse der Kunst ihre Zellen; aber er bil-det die Zelle nicht, dass sie den Honig bewahre,sondern sammelt den Honig, damit die Zelle aus-zufüllen. Darum rührt er auch nicht, wenn erweint; denn man weiß, dass er mit den Thrä-nen nur seine Nelkenbcete begießt. Darum über-zeugt er nicht, wenn er auch die Wahrheit spricht;denn man weiß, dass er an der Wahrheit nur dasSchöne liebt. Aber die Wahrheit ist nicht immerschön, sie bleibt es nicht immer. Es dauert lange,bis sie in Blüthe kömmt, und sie mnss verblühen,