Druckschrift 
12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
242
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Alles, was ich verschmäht... Ich werde mich we-der gegen den Vorwurf der Indifferenz, noch gegenden Verdacht der Fcilheit vcrthcidigen. Ich habees vor Jahren, bei Lebzeiten der Jnsinuantcn, mei-ner unwürdig gehalten; jetzt fordert Schweigen sogarder Anstand. Das gäbe ein grauenhaftes Schauspiel. . . Polemik zwischen dem Tod und dem Exil!— Du reichst mir aus dem Grabe die bittendeHand? . . . Ohne Groll reiche ich dir die mcinige. . . Sich, wie schön ist sie und rein! Sic wardnie besudelt von dem Händedruck des Pöbels, ebenso wenig wie vom schmutzigen Golde der Volks-feinde ... Im Grunde hast du mich ja nie belei-digt ... In allen deinen Insinuationen ist auchfür keinen LouiSd'or Wahrheit!

Die Stelle in Börue's Pariser Briefen, woer am unumwundensten mich angriff, ist zugleich socharakteristisch zur Bcurthcilung des Mannes selbst,seines Stiles, seiner Leidenschaft und seiner Blind-heit, dass ich nicht umhin kann, sie hier mitzuthei-lcn. Trotz des bittersten Möllens war er nie imStande, mich zu verletzen, und Alles, was er hier,so wie auch in den erwähnten Artikeln des „Rc-formateur" zu meinem Nachthcil vorbrachte, konnteich mit einem Glcichmuthe lesen, als wär«; es nichtgegen mich gerichtet, sondern etwa gegen Nabucho-