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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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und nicht wenig wunderten wir uns, als die altenKäuze, die wir sonst immer so gebeugt und fastblödsinnig schweigend umherwandcln gesehen, jetztplötzlich das Haupt erhoben, und uns Jungenfreundlich entgegen lachten und die Hände drückten,und lustige Geschichten erzählten. Einen von ihnenhörte ich sogar singen; denn im Kaffehause sanger uns die Marsciller Hymne vor, und wir lern-ten da die Melodie und die schönen Worte, undes dauerte nicht lange, so sangen wir sie besser alsder Alte selbst; denn Der hat manchmal in der be-sten Strophe wie ein Narr gelacht, oder geweintwie ein Kind. Es ist immer gut, wenn so alteLeute leben bleiben, um den Zungen die Lieder zulehren. Wir Jungen werden sie nicht vergessen, undEinige von uns werden sie einst jenen Enkeln ein-studieren, die jetzt noch nicht geboren sind. Vielevon uns aber werden unterdessen verfault sein, da-heim im Gefängnisse, oder auf einer Dachstube in

der Fremde "

Obige Stelle, aus meinem BucheDo 1'^.ils-mnAire" (sie fehlt in der deutschen Ausgabe)^)

In den späteren Auflagen vom zweiten Band desSalon," sowie in der vorliegenden GesammtanLgabe derHeine'schen Werke, ist obige Stelle gehörigen Orts (Bd. V,S. 241 ff.) eingeschaltet worden. Der Herausgeber.