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Volk, welches sich auch seinen Messias nur in derGestalt eines alten Schläfers denken kann!
Da machen doch die Juden sich eine weitbessere Vorstellung von ihrem Messias, und vorvielen Jahren, als ich in Polen war nnd mit demgroßen Rabbi Manassc bcn Naphtali zu Krakauverkehrte, horchte ich immer mit freudig offenemHerzen, wenn er von dem Messias sprach . . .Ich weiß nicht mehr, in welchem Buche des Tal-muds die Details zu lesen sind, die mir der großeRabbi ganz treu mitthcilte, und überhaupt nur inden Grundzngcn schwebt mir seine Beschreibungdes Messias noch im Gedächtnisse. Der McssiaS,sagte er mir, sei an dem Tage geboren, wo Je-rusalem durch den Bösewicht, Titus Vespasian,zerstört worden, und seitdem wohne er im schön-sten Pallastc des Himmels, umgeben von Glanzund Freude, auch eine Krone auf dem Haupte tra-gend, ganz wie ein König . . . aber seine Händeseien gefesselt mit goldenen Ketten!
„Was," frug ich verwundert, „was bedeutendiese goldenen Ketten?"
„Die sind nothwcndig," erwiderte der graßeRabbi mit einem schlauen Blick nnd einem tiefenSeufzer, „ohne diese Fessel würde der Messias,wenn er manchmal die Geduld verliert, Plötzlich