Druckschrift 
12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
208
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Willigkeit seinen Patriotismus zu verdächtigen suchte,gcricth er in einen vernichtenden Grimm. SeineEntrüstung kennt alsdann keine Rücksicht mehr, undwie ein beleidigter Titane schleudert er die tödlich-sten Quadersteine auf die züngelnden Schlangen,die zu seinen Füßen kriechen. Hier ist er in seinemvollen Rechte, hier lodert am edelsten sein Man-neszorn. Wie merkwürdig ist folgende Stelle in denPariser Briefen, die gegen Zarke gerichtet ist, dersich unter den Gegnern Börnc's durch zwei Eigen-schaften, nämlich Geist und Anstand, einigermaßenauszeichnet:

„Dieser Zarke ist ein merkwürdiger Mensch.Man hat ihn von Berlin nach Wien berufen, woer die halbe Besoldung von Gcntz bekömmt. Aberer verdiente nicht deren hundertsten Theil, oder erverdiente eine hundertmal größere — es kömmt nurdarauf an, was man dem Gentz bezahlen wollte,das Gute oder Schlechte an ihm. Diesen katholischund toll gewordenen Zarke liebe ich ungemein, denner dient mir, wie gewiss auch vielen Ändern, zumnützlichen Spiele und zum angenehmen Zeitvertreibe.Er gicbt seit einem Jahre ein Politisches Wochen-blatt heraus. Das ist eine unterhaltende (NamsruodsLuru; darin gehen alle Neigungen und Abnei-gungen, Wünsche und Verwünschungen, Hoffnungen