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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
209
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und Befürchtungen, Frcndcn und Leiden, Ängsteund Tollkühnheiten und alle Zwecke und Mittel-chen der Monarchisten und Aristokraten mit ihrenSchatten hinter einander vorüber. Der gefälligeZarkc! Er vcrräth Alles, er warnt Alle. Die ver-borgensten Geheimnisse der großen Welt schreibt erauf die Wand meines kleinen Zimmers. Ich er-fahre von ihm und erzähle jetzt Ihnen, was siemit uns vorhaben. Sie wollen nicht allein dieFrüchte und Blütheu und Blätter und Zweige undStämme der Revolution zerstören, sondern auchihre Wurzeln, ihre tiefsten, ausgcbrcitctstcu, feste-sten Wurzeln, und bliebe die halbe Erde daran hän-gen. Der Hofgärtncr Zarke geht mit Messer undSchaufel und Beil umher, von einem Felde, voneinem Lande in das andere, von einem Volke zumandern. Nachdem er alle Rcvolutionswurzcln aus-gerottet und verbrannt, nachdem er die Gegenwartzerstört hat, geht er zur Vergangenheit zurück. Nach-dem er der Revolution den Kopf abgeschlagen unddie unglückliche Delinquentin ausgelitten hat, verbie-tet er ihrer längstvcrstorbencn, längstvcrwcstcn Groß-mutter das Hcirathcn; er macht die Vergangenheitzur Tochter der Gegenwart. Ist Das nicht toll?Diesen Sommer eiferte er gegen das Fest von Ham-bach. Das unschuldige Fest! Der gute Hammel!

Heine's Werke. Bd. XII.