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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
196
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den schwäbischen Gesinnungsgenossen durch einengewissen märkischen Accent und durch ein weit win-digeres Wesen. Die Volksthümelei war von jeherin Norddeutschland mehr Affcktation, wo nicht gareinstudierte Lüge, namentlich in Preußen, wo sogardie Championen der Nationalität ihren slavischenUrsprung vergebens zu verleugnen suchten. Da lob'ich mir meine Schwaben, die meinen es wenigstensehrlicher und dürfen mit größcrem Rechte auf ger-manische Racenreinheit pochen. Ihr jetziges Haupt-organ, die Cotta'sche „Dreimonatsrcvüe," ist be-seelt von diesem Stolz, und ihr Redakteur, derDiplomat Kölke, (ein geistreicher Mann, aber dergrößte Schwätzer dieser Erde, und der gewiss nieein Staatsgeheimnis verschwiegen hat!) der Re-dakteur jener Revue ist der eingefleischteste Racen-mäklcr, und sein drittes Wort ist immer germa-nische, romanische und semitische Race . . . Seingrößter Schmerz ist, dass der Champion des Gcr-mancnthums, sein Liebling Wolfgang Menzel, alleKennzeichen der mongolischen Abstammung im Ge-sichte trägt.

Ich finde es für nöthig, hier zu bemerken, dassich den langweilig breiten Schmähartikcl, den jüngstdie erwähnte Drcimonatsschrift gegen mich aus-kramte, keineswegs der bloßen Tcutomanie, nicht