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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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sprach, immer einen Groschen gab, mit der ernst-haften Vermahnung: „Lieber Bursche, wenn dndich etwa später auf Literatur legen und Kritikenfür die Brockhausischen Litcraturblätter schreibensolltest, so reiß mich nicht herunter!" Mein Vetterlachte damals, und ich selber wusste noch nicht, dass„der Groschen, den meine Mutter einer Bettlerinverweigert", auch in der Literatur so fatalistischwirken konnte!

Ich habe oben der Brockhausischcn Litcratur-blätter erwähnt. Diese sind die Höhlen, wo dieunglücklichsten aller deutschen Skribler schmachtenund ächzen; die hier hinabsteigen, verlieren ihrenNamen und bekommen eine Nummer, wie die vcr-urthciltcn Polen in den russischen Bergwerken, inden Blcimincn von Nowgorod; hier müssen sie,wie Diese, die entsetzlichsten Arbeiten verrichten,z. B. Herrn von Räumer als großen Geschicht-schreiber loben, oder Ludwig Tieck als Gelehrtenanpreisen und als Mann von Charakter u. s. w.. . . Die Meisten sterben davon und werden na-menlos verscharrt als todtc Nummer. Viele unterdiesen Unglücklichen, vielleicht die Meisten, sind ehe-malige Tcutomancn, und wenn sie auch keine alt-deutschen Röcke mehr tragen, so tragen sie doch alt-deutsche Unterhosen; — sie unterscheiden sich von

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