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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
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Bedeutung zuschreibt, wo Werth oder Unwcrth derIndividuen nicht mehr zur Sprache kommt. Biel-leicht sogar liefere ich dadurch eine Zustifikatiou desMenzcl'schcn Betragens und seiner scheinbaren Ab-,trüunigkeit.

Ja, er wurde nur scheinbar abtrünnig . . . nurscheinbar . . . denn er hat der Partei der Revo-lution niemals mit dem Gcmüthe und mit demGedanken angehört. Wolfgang Menzel war einerjener Teutomanen, jener Deutschthümlcr, die nachder Sonnenhitze der Zuliusrevolution gezwungenwurden, ihre altdeutschen Röcke und Redensartenauszuziehen und sich geistig wie körperlich in dasmoderne Gewand zu kleiden, das nach französischemMaße zugeschnitten. Wie ich bereits zu Anfangdieses Buches gezeigt, viele von diesen Teutomanen,um an der allgemeinen Bewegung und den Trium-phen des Zeitgeistes Theil zu nehmen, drängtensich in unsere Reihen, in die Reihen der Kämpferfür die Principien der Revolution, und ich zweiflenicht, dass sie muthig mitgefochtcn hätten in dergemeinsamen Gefahr. Ich fürchtete keine Untreuevon ihnen während der Schlacht, aber nach demSiege; ihre alte Natur, die zurückgedrängte Deutsch-thümclei, wäre wieder hervorgebrochen, sie hattenbald die rohe Masse mit den dunkeln Bcschwörungs-