Druckschrift 
12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
188
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Die Pariser Briefe können in Beziehung aufBörne's Stil dennoch nur als eine ÜbergangSstufebetrachtet werden, wenn man sie mit seiner letztenSchrift: „Menzel der Franzosenfrcsser," vergleicht.Hier erreicht sein Stil die höchste Ausbildung,und wie in den Worten, so auch in den Gedankenherrscht hier eine Harmonie, die von schmerzlicher,aber erhabener Beruhigung Kunde giebt. DieseSchrift ist ein klarer See, worin der Himmel mitallen Sternen sich spiegelt, und Börne's Geist tauchthier auf und unter, wie ein schöner Schwan, dieSchmähungen, womit der Pöbel sein reines Gefie-der besudelte, ruhig von sich abspülend. Auch hatman diese Schrift mit Recht Börne's Schwanen-gesang genannt. Sie ist in Deutschland wenig be-kannt worden, und Betrachtungen über ihren In-halt wären hier gewiss an ihrem Platze. Aber dasie direkt gegen Wolfgang Menzel gerichtet ist undich bei dieser Gelegenheit Denselben wieder ausführ-lich besprechen müsste, so will ich lieber schweigen.Nur eine Bemerkung kann ich hier nicht unter-drücken, und sie ist glücklicherweise von der Art,dass sie vielmehr von persönlichen Bitternissen ab-leitet und dem Hader, worin sowohl Börne als diesogenannten Mitglieder des sogenannten jungenDeutschlands mit Menzeln gcricthcn, eine generelle