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Gesichte lauerndes Misstraucn, im Herzen eine blut-dürstige Sentimentalität, im Kopfe nüchterne Be-griffe . . . nur stand ihm keine Guillotine zu Ge-bote, und er muffte zu Worten seine Zuflucht neh-men und bloß verleumden. Auch dieser Vorwurftrifft mehr die Gattung; denn, sonderbar! ebenso wie die Jesuiten, haben die Jakobiner das Lügenals ein erlaubtes Kriegsmittel adoptiert, vielleichtweil sich Beide der höchsten Zwecke bcwusst waren:Jene stritten für die Sache Gottes, Diese für dieSache der Menschheit . . . Wir wollen ihnen da-her ihre Verleumdungen verzeihen!
Ob aber bei Ludwig Börne nicht manchmalein geheimer Neid im Spiele war? Er war ja einMensch, und während er glaubte, er ruiniere denguten Leumund eines Andersgesinnten nur im In-teresse der Republik, während er sich vielleicht nochEtwas darauf zu Gute that, dieses Opfer gebrachtzu haben, befriedigte er unbcwnsst die verstecktenGelüste der eignen bösen Natur, wie einst Maxi-milian Robespierrc, glorreichen Andenkens!
Und namentlich in Betreff meiner hat der Se-lige sich solchen Privatgcfühlen hingegeben, und alleseine Anfeindungen waren am Ende nichts Anders,als der kleine Neid, den der kleine Tambour-Maitregegen den großen Tambour-Major empfindet — er