tcn sie ihre Inspirationen aus ganz andern Quellen.Seitdem aber diese Beiden verschwanden, trat Börneunter den Revolutionären zu Paris unmittelbar per-sönlich hervor, er herrschte nicht mehr durch Agentenseines Willens, sondern in eigenem Namen, und esfehlte ihm nicht an einem Hofstaat von beschränktenund erhitzten Köpfen, die ihm mit blinder Verehrunghuldigten. Unter diesen lieben Getreuen saß er inaller Majestät seines bnntseidcnen Schlafrocks undhielt Gericht über die Großen dieser Erde, undneben dem Zaren aller Reußen war es wohl derSchreiber dieser Blätter, den sein rhadamantischcrZorn am stärksten traf. . . Was in seinen Schrif-ten nur halbwegs angedeutet wurde, fand im münd-lichen Vortrag die grellste Ergänzung, und der arg-wöhnische Kleingeist, der ihn bemusterte, und einegewisse infame Tugend, die für die heilige Sachesogar die Lüge nicht verschmäht, kurz Beschränktheitund Selbsttäuschung, trieben den Mann bis in dieMoräste der Verleumdung.
Der Vorwurf in den Worten „argwöhnischerKleingeist" soll hier weniger das Individuum alsvielmehr die ganze Gattung treffen, die in Maxi-milian Robcspicrre, glorreichen Andenkens, ihrenvollkommensten Repräsentanten gefunden. Mit Die-sem hatte Börne zuletzt die größte Ähnlichkeit: im