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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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hier als Kommis in einem Handlungshause kondi-tionierte, aber seine Stelle aufgab, um den aus-brechenden Frcihcitsideen, die auch ihn ergriffen hat-ten, seine ganze Thätigkeit zu widmen. Es war einbraver, uneigennütziger, von reiner Begeisterung ge-triebener Mensch, und ich halte mich um so mehrverpflichtet, Dieses auszusprechen, da sein Andenkennoch nicht ganz gereinigt ist von einer schauder-haften Verleumdung. Als er nämlich aus Parisverwiesen wurde und der General Lafayctte denGrafen d'Argout, damaligen Minister des Innern,ob dieser Willkür in der Kammer zur Rede stellte,schneuzte Graf d'Argout seine lange Nase und behaup-tete: der Verwiesene sei ein Agent der baierschen Je-suiten gewesen und unter seinen Papieren habe mandie Beweisstücke gefunden. Als Wolfrum, welchersich in Belgien aufhielt, von dieser schnöden Beschul-digung durch die Tagcsblätter Kunde empfing, wollteer auf der Stelle hierher zurückeilen, konnte aber wegenmangelnder Barschaft nur zu Fuße reisen, und, er-krankt durch Übcrmüdungund innereAufregung, muffteer bei seiner Ankunft zu Paris im LötsI äs Dieneinkehren; hier starb er unter fremdem Namen.

Wolfrnm und Garnier waren immer Börue'streue Anhänger, aber sie behaupteten ihm gegenübereine gewisse Unabhängigkeit, und nicht selten schöpf-