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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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Es ist weder hier der Ort, noch ist es jetztan der Zeit, ausführlicher über die Differenzen zureden, die sich bald nach der Zuliusrcvolution zwi-schen mir und den deutschen Revolutionären in Pa-ris kundgeben mussten. Als der bedeutendste Reprä-sentant dieser Letzteren muss unser Ludwig Börnebetrachtet werden, zumal in den letzten Jahren sei-nes Lebens, als in Folge der republikanischen Nie-derlagen die zwei thätigstcn Agitatoren, Garnierund Wolfrnm, vom Schauplatze abtraten.

Von Erstercm ist bereits Erwähnung geschehen.Er war einer der rüstigsten Umtricbler, und manmuss ihm das Zeugnis geben, dass er alle dema-gogische Talente im höchsten Grade besaß. EinMensch von vielem Geiste, auch vielen Kenntnissenund großer Beredsamkeit. Aber ein Intrigant. Inden Stürmen einer deutschen Revolution hätte Gar-nier gewiss eine Rolle gespielt; da aber das Stücknicht aufgeführt wurde, ging es ihm schlecht. Mansagt, er muffte von Paris flüchten, weil sein Gast-wirth ihm nach dem Leben trachtete, nicht indemer ihm die Speisen zu vergiften drohte, sondernindem er ihm gar keine Speisen mehr ohne bareBezahlung verabreichen wollte. Der Andere der bei-den Agitatoren, Wolfrum, war ein junger Menschans Altbaiern, wenn ich nicht irre aus Hof, der