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12 (1862) Über Ludwig Börne
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so widerwärtig wie lächerlich war. Mit welchemklcinseligcn Silbcnstcchcn und Auspünktcln disku-tierten sie über die Kennzeichen deutscher Nationa-lität! Wo fängt der Germane an? wo hört er auf?Darf ein Deutscher Taback rauchen? Nein, behaup-tete die Mehrheit. Darf ein Deutscher Handschuhetragen? Ja, jedoch von Büsfelhaut. (Der schmutzigeMaßmann wollte ganz sicher gehen und trug garkeine.) Aber Bier trinken darf ein Deutscher, under soll es als echter Sohn Germania's; denn Ta-citns spricht ganz bestimmt von deutscher dsrs-visia. Im Bierkcllcr zu Güttingen musstc ich einstbewundern, mit welcher Gründlichkeit meine alt-deutschen Freunde die Proskriptionslisten anfertig-ten für den Tag, wo sie zur Herrschaft gelangenwürden. Wer nur im siebenten Glied von einemFranzosen, Juden oder Slaven abstammte, wardzum Exil verurthcitt. Wer nur im mindesten Etwasgegen Jahn oder überhaupt gegen altdeutsche Lä-cherlichkeiten geschrieben hatte, konnte sich auf denTod gefasst machen, und zwar auf den Tod durchsBeil, nicht durch die Guillotine, obgleich diese ur-sprünglich eine deutsche Erfindung und schon imMittelalter bekannt war, unter dem Namendiewelsche Falle." Ich erinnere mich bei dieser Gele-genheit, dass man ganz ernsthaft debattierte: ob